Berichte

4. Dezember 2017 Präsentation des Weihnachtsbüchleins 2017

114. Ausgabe der erfolgreichen Publikation erschienen

Bürgermeister Mathias Graul dankt den Autoren und Sponsoren für ihre Unterstützung

Günter Lipfert

114. Saalfelder Weihnachtsbüchlein erschienen!
 

Spannende Beiträge präsentieren sich mit neuer inhaltlicher wie optischer Qualität. 

Zahlreiche Geschichtsbegeisterte und ehrenamtlich Tätige wohnten im Stadtmuseum Saalfeld am 4. 12. 2017 bei, als Dr. Dirk Henning, Direktor des Stadtmuseums, das nunmehr 114. „Saalfelder Weihnachtsbüchlein“ vorstellte.

Die seit 1854, mit Unterbrechung in der Zeit der DDR, einmal jährlich erscheinende Publikation begeisterte sogleich alle Besucher mit sowohl inhaltlichen wie optischen Verbesserungen: Das „Büchlein“ erreicht diesmal dank den seitens der Autoren unentgeltlich beigesteuerten und liebevoll recherchierten Aufsätzen einen Umfang  von 150 Seiten und wartet mit zahlreichen Abbildungen auf – teilweise auch in Farbe.

Möglich wurden diese Erweiterungen auch durch die gewachsene Förderung durch den Saalfelder Rotary-Club und seitens Sparkasse Saalfeld-Rudolstadt. Ebenso trug eine inzwischen breite öffentliche Aufmerksamkeit das Ihrige dazu bei.           

Das 114. „Saalfelder Weihnachtsbüchlein“ nimmt kunst-, kultur- und industriegeschichtliche Fragen in den Blick. Es umspannt einen Zeithorizont, der vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert reicht. Beispielsweise betrachtet Werner Widder eine Entwicklung, die ohne Gründungen der Firma Carl Zeiss Jena vor Ort nicht stattgefunden hätten: „100 Jahre Feinmechanik, Optik und Elektronik aus Saalfeld“. Der Gegenstand der Untersuchung ist eingebettet in die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen des 20 Jahrhunderts. Auch Interessierten und Forschenden von außerhalb Saalfelds vermag die Veröffentlichung eine Fundgrube zu sein, stellen die meisten Beiträge doch Bezüge zu Ereignissen und Prozessen weit über die Region hinaus her.

So untersucht etwa der Beitrag „Der Kurfürst im Keller. Saalfeld und der Schmalkaldische Krieg 1546/47“ von Dr. Dirk Henning, nicht nur, weshalb ein Hotel in Saalfeld einen „Kurfürstenkeller“ besitzt, sondern auch die Rolle Saalfelds im Ringen zwischen Kaiser Karl V. von Habsburg und Kurfürst Friedrich III. von Sachsen und das Wirken des Letzteren in der Reformation.

Diese und weitere spannende Aufsätze im diesjährigen „Saalfelder Weihnachtsbüchlein“ warten darauf, von Neugierigen gelesen zu werden. Das Buch ist zum Preis von 5 Euro im Stadtmuseum Saalfeld, in der Saalfeld-Information und bei THALIA Saalfeld erhältlich.